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Lunge - Inspiration - Angst

Unsere Lunge und damit die Fähigkeit zu atmen ist direkt an unsere Existenz geknüpft. Wir atmen und spüren dadurch unsere Lebendigkeit – können wir nicht mehr atmen, sterben wir.

 

  • Was macht also die Angst mit uns, wenn sie unsere Atmung betreffen könnte?
  • Kann nicht jeder gerade ein genaues Gefühl von einer Lungenentzündung, einer Lungendehnung, oder was auch immer mir jemals in meinem Leben passiert ist, abrufen?

 

„Die Lungen dienen der Atmung. Ist ihre Funktion beeinträchtigt, ist auch der Transport des Sauerstoffs von der Luft zum Blut, eine lebenswichtige Funktion beeinträchtigt. Diese schlechte Funktionsweise hebt den Tod, der mir Angst macht und den ich bezwingen sollte, noch stärker hervor. Ich ersticke immer wieder meine Tränen. Die Traurigkeit schwächt meine Lungen. Bei Schmerzen, oder Schwierigkeiten beim Atmen sollte ich mich fragen, ob ich den Eindruck habe in meinem Leben zu ersticken, oder erdrückt zu werden. Habe ich das Gefühl, nicht genug Luft zu haben, vor allem in meinen familiären Beziehungen? Fühle ich mich eingeschränkt oder habe ich den Eindruck, kein Glück verdient zu haben? Ich habe Lust meine Not „aus vollen Lungen“ herauszuschreien. Ich liebe Konflikt und Zwiespalt NICHT und ich neige dazu, allzu sehr vermittelnd zu sein, um Streitigkeiten zu vermeiden. Ich fühle mich traurig und deprimiert und muss lernen, meinen persönlichen Wert anzuerkennen und die Dinge zu tun, die mir Freude machen. Mein Lungen werden angegriffen sein, vor allem meine Atmung, wenn ich mich schon als Kind verlassen gefühlt habe.“…….. (Quelle: Jacques Martel, Mein Körper Barometer der Seele)

 

 

Als Strukturelle Körpertherapeutin arbeite mit dem 10-Sitzungssystem von Ida Rolf und auch hier dreht sich in der ersten Behandlung alles um die Atmung. Sind wir im Stress atmen wir automatisch flach und oberflächlich. Erlernen wir unsere Atmung zu beeinflussen und wieder tief zu atmen, können wir unseren Körper wieder in die Ruhe bringen.

 

Wenn wir als Kinder häufig mit Angst konfrontiert waren, dann mussten wir körperliche Überlebensstrategien ergreifen, diese zeigen sich unter anderem in verklebten Faszien am Zwerchfell und im Schulterbereich. Auch hohe Körperspannung unterstützt, dass wir nichts mehr spüren. Irgendwann ist das Gewebe dann „dicht“ und nicht nur körperlich ist dann kein Spielraum mehr vorhanden.

 

 

Mein Tipp:  Viel den Oberkörper aufdehnen und tief atmen!

 

 

  • Synonym geht es bei der Einatmung um INSPIRATION – was inspiriert mich?
  • Was hole ich in meinen Körper herein und bin ich auch in der Lage das wieder abzugeben?

Deshalb ist es sehr hilfreich sich mit seinem Atemmuster auseinanderzusetzen:

  • Wie lange atme ich ein und wie lange atme ich aus?

 

Mein Tipp:  Versuchen Sie Ihre Ausatmung zu verlängern auf 1:3, oder 1:4 – das beruhigt!

 

 

 

Die Fragen die in der aktuellen Situation trotzdem offen bleiben sind:

  • Was passiert jetzt, wenn sich die für diese Jahreszeit üblichen Erkrankungen wie Allergien, Asthma, Heuschnupfen mit Angst vermischen?
  • Wie entwickelt sich die Lage, wenn jetzt immer mehr Hausärzte Kurzarbeit anmelden müssen, da die Menschen sich nur noch telefonisch melden dürfen?
  • Wie ändert sich die Situation in den Spitälern, wenn die Infrastruktur der Ärzte nicht mehr genutzt wird?

Die Frage, die ich mir selbst stellen kann:

  • Bin ich mir meiner Ängste bewusst?
  • Unterstütze ich mein Inneres Kind ganz intensiv in dieser Zeit?
  • Tue ich alles für mein Immunsystem? Ernährung, Bewegung, Dehnung, Liebe?

Ich wünsche uns allen einen langen Atmen und das wir diesen wunderschönen Frühling trotzdem in vollen Zügen einatmen!

 

Herzgruss

 

Ina Lindauer

 

Foto: Kalhh / Pixabay

 

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